Benetton engagiert sich für Frauenrechte

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Gute Taten sind in Mode – erst recht, wenn man unter den Textilfabrikanten nicht gerade als Einser-Kandidat in Sachen Fairness und Nachhaltigkeit gilt.

Die Benetton Group mit Sitz im norditalienischen Treviso hat sich das jedenfalls zu Herzen genommen und startet nun mit zwei konkreten Initiativen unter dem Motto „Sustainable Livelihood“. Per Zwei-Jahresplan sollen die Rechte von Textilarbeiterinnen in Pakistan sowie Bangladesh gestärkt werden. Dafür werden die dafür zuständigen und vor Ort arbeitenden UN-Organisationen von Benetton tatkräftig unterstützt.

So sollen bis zu 6.000 Frauen in Bangladesh mit besonderen Schulungen ihre beruflichen Qualifikationen erweitern und vermehrt eigene Konten und Versicherungen abschließen können. Mit den lokalen Arbeitgebern soll außerdem über bessere Sicherheitsmaßnahmen diskutiert werden.

In Pakistan will Benetton vor allem rund 1.500 erwerbslosen Frauen, die ethnischen oder religiösen Minderheiten angehören, bei der Jobsuche unter die Arme greifen und ihnen zum Beispiel dafür nötige Personaldokumente leichter zugänglich machen.

Vorausgegangen ist dem Engagement von Benetton übrigens das von den Italienern bereits im Oktober 2015 erstmals präsentierte „Women Empowerment Program“, das grundsätzlich an die von den Vereinten Nationen beschlossene Agenda 2020 anlehnt. Neben Chancengleichheit für Frauen und Zugang zu mehr Bildung sieht der Plan vor, auch die medizinische Versorgung zu verbessern und Gewalt gegen Frauen zu beenden.

Schade, dass diese Selbstverständlichkeiten offensichtlich immer noch nicht in allen Köpfen angekommen sind – aber schön, dass sich ab und zu ein Unternehmen findet, dass auf diese Weise wenigstens ein klitzekleines Stückchen vom eigenen Kuchen dafür abgibt. Immerhin!

Foto: Benetton