Fair-Fashionista: Gerlind Hector

Fair-Fashionista_Gerlind

Was sind das eigentlich für Menschen, die Mode lieben aber gleichzeitig Wert auf faire und nachhaltige Produktionsbedingungen legen? Das haben wir von Fair-Fashion.net uns gefragt und die neue Rubrik “Fair-Fashionistas/os” ins Leben gerufen, in der wir interessante Zeitgenossen und ihr aktuelles Lieblingsstück präsentieren.
Den Anfang machen wir ehrlicherweise selber, denn hinter Fair-Fashion.net stehen natürlich ganz normale Menschen mit Macken und Marotten, vor allem aber “Mode-Bewusstsein”. Daher fühlen wir heute mal Gerlind Hector, Gründerin und Chefredakteurin von Fair-Fashion.net, freundlich auf den Zahn:

  1. Was trägst Du aktuell am liebsten?
    Mein Liebling als Fair-Fashionista ist zurzeit der Female Dress von Freitag in Dark Blue. Wunderbar kombinierbar, enorm praktisch und auch noch bequem. Das Beste: Wenn das zeitlose Stück dann doch irgendwann aussortiert werden muss, ist es zu 100 % kompostierbar!
  1. Seit wann denkst Du über faire Mode nach?
    Schon sehr lange, denn als Modejournalistin habe ich oft genug hinter die Kulissen der Branche geschaut und mich dabei immer über Produktionsbedingungen geärgert, die auf Kosten von Mensch und Natur gehen. Dass es auch anders geht, zeigen viele interessante, oft junge Labels, die neben Ästhetik auch Wert auf Ethik legen. Denen will ich mit Fair-Fashion.net eine Plattform bieten. Denn seien wir ehrlich: In der Hochglanzpresse finden diese Unternehmen selten statt.
  1. Wie und wo lebst Du?
    Ich wohne mit Mann und drei Söhnen in München. Nach Stationen unter anderem in Düsseldorf und Hamburg fühlen wir uns hier an der Isar pudelwohl und sind dankbar für einen hübschen Garten, in dem ich dieses Jahr endlich mal ein wenig Gemüse anpflanzen möchte.
  1. Fehlt Dir dort etwas?
    Absolut nicht! Außer vielleicht eins/zwei/drei Katzen, die ich wahnsinnig gern hätte, auf die ich wegen Allergie aber leider verzichten muss. Wer einen heißen Desensibilisierungs-Tipp hat, möge sich bitte melden.
  1. Was darf nie in Deiner Handtasche fehlen?
    Ich gehe tatsächlich nie ohne Handy aus dem Haus. Dabei nervt es mich im Grunde total, immer und überall erreichbar zu sein.
  1. Hast Du einen ganz persönlichen Tick?
    Das empfinde ich natürlich nicht so. Aber ich werde immer wieder darauf angesprochen, warum ich immer, wirklich immer lackierte Nägel trage. Und das seit ich 15 Jahre alt bin. Tatsächlich habe ich kein Problem damit, ungeschminkt und mit zerbeulter Jogginghose morgens zum Bäcker zu schlurfen. Aber ohne Lack auf den Nägeln? Niemals!
  1. Welchen Berufswunsch hattest Du als Kind?
    Ich wollte unbedingt Archäologin werden und die Maya- und Inka-Kulturen erforschen. Leider war das Studium so sterbenslangweilig, dass ich schon nach einem Semester aufgegeben habe.
  1. Dein Lieblingsessen?
    Kuchen, Torten, Schokolade – alles, was süß ist. Ich backe jedes Wochenende irgendwas und bin durchaus in der Lage, alles alleine aufzuessen, was selten vorkommt. Das ist vielleicht nicht gesund, macht aber glücklich.
  1. Dein persönlicher Soundtrack?
    Das wechselt ständig und ich picke mir aus den verschiedensten Genres immer meine aktuellen Lieblinge heraus. Ein paar Evergreens gibt’s natürlich auch. Zum Beispiel liebe ich den Soundtrack von “Robbie, Tobbie und das Fliewatüüt”, einer 70er-Jahre Kinderserie. Seit Jahren versuche ich meinen Sohn davon zu überzeugen, das mal auf seiner E-Gitarre einzustudieren.
  1. Was sollte noch erfunden werden?
    Da fällt mir so einiges ein … aber eine Zeitmaschine fände ich wirklich aufregend.

 

Foto: Arya Dariusch Hector