„Mayday“ an Adidas!

Direkter geht’s nicht! Der Sportartikelhersteller Adidas hat unmittelbar auf die jüngst aufgedeckten Missstände in aiatischen Textilfabriken reagiert. Die pragmatische Idee: Jeder Arbeiter kann inzwischen sofort und ohne Umschweife eine SMS an Adidas schicken, wenn er auf Probleme am Arbeitsplatz hinweisen will; und zwar ohne vorher Rücksprache mit den unmittelbaren Chefs halten zu müssen. Lieferanten, Zwischenhändler & Co sollen auf diese Weise keinen Druck mehr auf ihre Arbeiter ausüben können, wenn’s mal zu Unstimmigkeiten kommt.
„So können wir die Beschäftigten in den Zulieferbetrieben einfach und direkt erreichen“, sagte Frank Henke, bei Adidas zuständig für Sozial- und Umweltfragen, dem Handelsblatt.
Erst kürzlich hatte sich im Zuge der Untersuchungen zum Zusammensturz eines achtstöckigen Fabrikgebäudes in Bangladesh herausgestellt, dass den dortigen Textilarbeitern mit Kündigung gedroht wurde, wenn sie nicht an die Arbeit gingen.
Das Herzogenauracher Unternehmen beweist damit seinen Sinn für prompte Hilfe und nachhaltigere Arbeitsabläufe. Dank der Tatsache, dass Handys in Entwicklungs- und Schwellenländern mittlerweile zum wichtigsten Kommunikationsmittel avanciert sind, ist dies eine tolle Idee, die gerne Nachahmer finden darf.