Mode (er-)tragen

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Der Coolness-Faktor ist schuld! Der fehlt nämlich oft bei nachhaltiger Mode und gerade junge Mode-Konsumenten halten dies für das ausschlaggebende Argument, wenn es ans Fashion Shopping geht. Und, ach ja, schön billig muss es sein.
Professorin Britta Wiemer, Absolventin der FH Niederrhein, unterrichtet an der Düsseldorfer MDH das Fach Modemanagement und hat sich exakt dieses Thema vorgeknöpft, fleißig recherchiert und sich neue Ansätze und Strategien für die Modebranche überlegt. Mit ihrem Artikel “Ich kann das nicht mehr (er-)tragen“ schafft sie es, sachlich und mit Einbindung einiger Diagramme und Grafiken das Problem bei der Wurzel zu packen.
Denn nachhaltige Mode lässt sich durchaus auf einfachem Wege herstellen; das Problem sind nur die höheren Kosten. Fairness gegenüber Mensch und Umwelt hat eben seinen Preis. Und das wiederum muss man dem Consumer erklären, der sich mit dem Produkt bestenfalls am Ende identifiziert. Britta Wiemer stellt fest, dass Nachhaltigkeit nicht wirklich “in Mode” ist, und rät daher zu einer klaren Markenbotschaft und emotionaler Markeninszenierung. Klingt gar nicht mal so unkompliziert und sollte zum Nachmachen animieren.

Illustration: “Ich kann das nicht mehr (er-)tragen“