„Pelz ist Mord“

Die Eisheiligen sind da! Bitterkalt wird’s einem auch um’s Herz, wenn man den aktuellen Anti-Pelz-Film von Peta, der weltweit größten Tierrechtsorganisation, anschaut.
Als glaubwürdiges Testimonial hat man sich Roger Cicero ausgesucht, einen Musiker, der trotz seines Erfolgs stets ein wenig wie aus der Zeit gefallen wirkt. In ein ebensolches Ambiente – altes Grammophon, schwere Möbel und verstaubte Unterlagen – hat man den smarten Sänger im weißen Anzug platziert. Lässig hat er die Beine über eine Sessellehne gelegt, auf dessen Sitzfläche ein blutverschmiertes Waschbär-Fell liegt. Dazu der Claim: „Stil ändert sich. Die Wahrheit bleibt: Pelz ist Mord!“
Fakt ist: Jahr für Jahr sterben Millionen Füchse, Nerze und Waschbären im Auftrag der Bekleidungsindustrie und nach jahrelangen Protesten ist das Pelztragen in den vergangenen Jahren sogar wieder hoffähig geworden. Verwiesen wird auf professionelle Pelztierfarmen, die – im Gegenteil – dafür sorgen sollen, dass bedrohte Tierarten geschützt würden. Auf welche Art und Weise das kostbare Fell „gewonnen“ und verarbeitet wird, interessiert dabei meist nicht. Karl Lagerfeld hält Anti-Pelz-Kampagnen gar für kindisch. Roger Cicero dagegen findet: „Für Pelzträger ist das Fell an ihrem Mantel nur ein Schmuck. Für die Katze oder den Hund, von denen es stammen kann, ist es ihre Haut, die ihnen bei lebendigem Leib abgezogen wird. Egal, von welchem Tier es stammt, an Pelz klebt Blut!“
Und so ist der Film, der seit Mai 2013 im Internet kursiert, auch nichts für schwache Nerven. Peta bittet dennoch um viele Klicks und das „Teilen“ des Films. Denn wer die schockierende Realität knallhart vor Augen hat, wird garantiert nicht mal mehr den alten Secondhand Pelz von Oma anfassen wollen.
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