T-Shirt Preise, Sauber Kaufen und Stella McCartney

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Wer verdient was an einem T-Shirt
Wer verdient eigentlich wieviel an einem T-Shirt für, sagen wir 14$, das in Bangladesh genäht wurde? Darüber hat sich die kanadische Consulting Firma O’Rourke Group Partners so ihre Gedanken gemacht und penibel ausgerechnet, wieviel Material-, Arbeitskosten etc. so anfallen. Dabei erscheint die angenommene Gewinnspanne von 60% noch vergleichsweise harmlos und auch die mageren 12 Cent für den Näher, der unter miserablen Bedingungen ein stylishes Shirt zusammennäht, das am Ende in unseren Warenhäusern landet, erstaunt spätestens nach Rana Plaza niemanden mehr.
Trotzdem schadet es nicht, sich folgende Grafik von Lauren Cattermole abzuspeichern. Am besten kopieren und ins Portemonnaie legen. Beim nächsten Spontankauf könnte „What does that $14 Shirt really cost?” eine kleine Entscheidungshilfe liefern.

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Ist Shopping mit Gewissen inzwischen „in“?
Wen interessiert eigentlich, wer was für ein fertiges T-Shirt einstreicht? Das fragt sich SPIEGEL Online-Autor Martin Motzkau. Ist „sauber kaufen“ inzwischen wirklich ein Thema in Deutschlands Fußgängerzonen oder zählt nach wie vor nur der coole Look?
Immerhin: Laut einer Forsa-Umfrage des STERN wollen angeblich 66 Prozent, also zwei von drei befragten Bürgern nicht mehr bei Firmen kaufen, deren Produkte unter unfairen Bedingungen produziert wurden. Blanke Theorie oder hat sich beim Konsumverhalten nach Bangladesh & Co tatsächlich etwas getan? Motzkau macht einen kleinen Rundumschlag und äußert sich zu fehlenden Siegeln, Greenwashing und Organisationen, die es gut meinen, uns aber trotzdem nicht die Eigenverantwortung beim Einkauf abnehmen. Denn selbst eine Mitgliedschaft bei der Fair Wear Foundation garantiert keine „weiße Weste“: Textildiscounter Takko zum Beispiel lässt seine Kleidung unter anderem in chinesischen Gefängnissen fertigen.

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Stella McCartney für PETA
Stella McCartney gilt als eine der erfolgreichsten veganen Modedesignerinnen unserer Zeit. In ihren Kollektionen verzichtet sie bereits seit Jahren auf Leder und Pelz, aber nicht auf Chic und Klasse. In einem nicht ganz neuen aber immer noch aktuellen und vor allem sehenswerten Spot der internationalen Tierrechtsorganisation PETA erklärt sie ihre Beweggründe und haut dem Zuschauer ein paar ungemütliche Fakten um die Ohren. Begleitet werden die ernsten Worte der Britin mit Filmmaterial, das nichts für schwache Nerven ist. Shocking? Das war der Plan von PETA und Stella.
Das Video entstand übrigens im Zuge der New York Fashion Week und sollte ursprünglich auf Manhattans Taxi Screens zu sehen sein. Das empfand man dann am Ende aber doch als „bad taste“ und hat sich dagegen entschieden. Die internationale Fashionmeute mit ihren ledernen It Bags und luxuriösen Felljoppen sollte sich wohl nicht unwohl fühlen…

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